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Helmut G. Müller - Kloster Hachborn
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Passionszeit

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Herausgegeben von in Pfarrer in Wachenbuchen ·
Leidenszeit – Erdbebeben in Japan, Bürgerkrieg in Libyen, zwei Atomkraftwerke kurz vor der Explosion. Zum Aschermittwoch scheint die Welt aus den Fugen geraten zu sein. Bei der Trauerfeier für eine Verstorbene bei uns war die Kirche voll bis auf den letzten Platz. Tröster im Schichtbetrieb. Am nächsten Tag erreichen mich mit drei weitere Verstorbene. Bei einem ist fast alles zu spät. Leiden – auch bei den Konfirmanden. Von den Vorkonfis hat sich einer bei der Kirchturmbesichtigung eine Beule geholt. Ist mit dem Kopf gegen die Friedensglocke gestoßen und gegen nochwas. Derweil hat irgendein anderer Spielratz wohl mal getestet ob das Funkmikrofon geht: Ergebnis: Ich fing am nächsten Morgen im Gottesdienst an zu krächzen und dann war der Ton ganz weg.
Auch den Herrn Jesus habe ich diese Woche nicht gesehen, obwohl er doch sonst regelmäßig kommt.
Nun weiß ich nicht ob es an meiner Wahrnehmung liegt und ich ihn mal wieder übersehen habe (passiert mir manchmal) oder ob er gerade irgendwo anders in der Welt sehr beschäftig ist (könnt’ ich bei der derzeitigen Lage auch verstehen). Dafür war sein alter Freund Mohammed mal kurz da. Er hat irgendetwas gesagt, das in tiefen Nöten helfen soll. Es war aber auf  Arabisch, und ich habe es nicht verstanden weil ich kein Arabisch spreche. Er konnte es auch nicht übersetzen. „Kannst du mal Deutsch reden?“, habe ich ihn gefragt. Ich glaube, er will es sich überlegen.
Ansonsten gab es ziemlich viele Fürbitten und Gebete. Wenigsten eine gute Nachricht haben wir noch im Glockenturm entdeckt: Eusebia - unsere Kirchturmseule -  hat Junge.



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