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Helmut G. Müller - Kloster Hachborn
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Es war eine unruhige Nacht

helmutg.mueller.de
Herausgegeben von in Persönliches ·
14. November 2010
Es war eine unruhige Nacht bis um 8.00 der Doktor aufmacht und eine erste Diagnose versucht. Starke Schmerzmittel helfen für den Anfang, Bestrahlung, Spritze, aber das ist mehr als eine Verrenkung oder Verspannung. Untersuchungen, Röntgenaufnahmen, Vermutungen. In die höllischen Schmerzen mischt sich die Erinnerung an den Tod.
Den Tod des Vaters damals vor 15. Jahren. Anfangs nur der kleine Schmerz in der Wirbelsäule, Orthopäden, Neurologen und dann nach Wochen die Diagnose. Krebs, die Tochterzelle eines Prostatakarzinoms im Rückenwirbel, nicht mehr operabel. Vielleicht noch mit Bestrahlung zu behandeln. Aber das Geschwür wächst weiter, wächst unaufhörlich hinein in den Wirbel, zerstört die Nervenstränge, Querschnittslähmung, Lähmung des Zwerchfells. Nur mit hohen Dosen von Morphium sind die Schmerzen noch erträglich zu halten.
Noch ein letztes Weihnachtsfest mit der Familie.. Die Feiertage am Krankenbett. Einfach nur dasein, dabei stehen, die Ohnmacht mittragen. Zu Neujahr war es zu Ende.



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